Souvenirs
Die Idee zu »Souvenirs« kam Michael Hughes 1999 bei einem Fotoauftrag am Loreley-Felsen in der Nähe von Mainz. Die Postkarte für seine Tochter in seiner Tasche sah viel besser aus als die herbstliche Landschaft um ihn herum. Plötzlich wurde Hughes klar, dass er genau an »der Stelle« stand und das Abenteuer begann. Es gibt drei Arten von Menschen, die Souvenirs kaufen: die Unschuldigen, die nichts Ordinäres darin sehen, die Snobs, die auf anspruchsvolle Souvenirs stehen und die postmodernen Menschen, die noch schlimmeres Zeug kaufen als die Unschuldigen, um Cleverness zu zeigen. Hughes gibt zu, dass er eine lange Zeit lang zu der dritten Gruppe gehörte, bis er verstand, was eigentlich Souvenirs für die Menschen bedeuten.
Souvenirs sind die Wegpunkte in unseren Erzählungen, leicht identifizierbare Zeichen, die uns und anderen zeigen, womit wir uns beschäftigen. Losgelöst von ihrem ursprünglichen Kontext wurden die Originale zu bloßen Zeichen in der Sprache der Weltkultur. Aber das Beste an Souvenirs ist, sie zu uns gehören wie die Fotos, die wir schießen.
Das Medium Fotografie hat sich zu einer Souvenir-Maschine entwickelt und friert winzige Fragmente aus dem Fluss unserer Erfahrung ein und gibt uns das flüchtige Gefühl, Kontrolle über unser Leben zu haben.


