Berliner Tage

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Das sind Zufallsbekanntschaften, die der Fotograf Dietmar Bührer aus dem Augenblick heraus schießt – die spielenden Kinder an einer Hauptverkehrstraße, entrückt in ihre Kinderwelt, konzentrieren sich auf ihr Spiel und vergessen die Gefahren der Straße.
Das alles weist auf das vielleicht wesentlichste Charakteristikum der Fotografien von Bührer hin, seine Fähigkeit zu typisieren; in Bruchteilen von Sekunden erfasst dieser sanfte Empiriker nicht »nur« Menschen, sondern Antlitze der Zeit. Auf diese Weise sind Bilder von großer Intensität entstanden, wie sie nur einem aufmerksamen Flaneur gelingen, der sich weder vom Lärm noch vom Bewegungssog Berlins irritieren lässt und ein sicheres Gespür für die Situation behält.

»Berliner Tage 1972–2007«
192 Seiten, Verlag epubli GmbH, Berlin ISBN 978-3-86931-366-5

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